Eine günstige KFZ Versicherung zu finden, ist für Fahranfänger besonders schwierig. Gerade Fahrer unter 23 Jahren zahlen in der Regel deutlich höhere Beitragssätze als ältere Verkehrsteilnehmer. Oftmals liegen die Beitragssätze für Fahranfänger zwischen 240 und 260 Prozent.
Vor allem junge Männer sind von den teilweise enormen Beitragssätzen betroffen. Sie zahlen bei ansonsten gleichen Voraussetzungen bis zu 30 Prozent höhere Beitragssätze als ältere Fahrer. Der Grund für diese Diskrepanz sind die vielen von jungen Fahrern verursachten Unfälle. Autofahrer zwischen 18 und 24 Jahren verantworten laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes doppelt so viele Unfälle wie der Bevölkerungsschnitt. Zudem werden junge Männer rund viermal häufiger bei Verkehrsunfällen getötet als gleichaltrige Frauen.
Statistisch gesehen verursachen junge Frauen auch weniger Unfälle als ihre männlichen Altersgenossen. Unter 23-Jährige werden daher auch mit niedrigeren Beiträgen belohnt. Durchschnittlich zahlen sie etwa neun Prozent weniger für Ihre KFZ Versicherung als Männer gleichen Alters.
Junge Autofahrer haben jedoch die Möglichkeit, niedrigere Prämien für ihre Autoversicherung zu zahlen. So können Sie das eigene Fahrzeug als Zweitwagen der Eltern zu versichern. Der Beitragssatz könnte so bereits auf 120 Prozent sinken. Allerdings verlangen die Versicherer in der Regel auch hier einen Zuschlag für Fahranfänger. Die Zweitwagenversicherung hat jedoch einen gravierenden Nachteil: Der Fahrer des Zweitwagens erfährt sich selbst keinen Schadenfreiheitsrabatt. Dieser steht immer dem Versicherungsnehmer, in diesem Fall den Eltern, zu. Deshalb lohnt es sich nach einer gewissen Zeit darüber nachzudenken, das Fahrzeug als eigenen Erstwagen versichern zu lassen.
Durch eine Rabattübertragung haben Fahranfänger die Möglichkeit, sich den Schadenfreiheitsrabatt von den Eltern übertragen zu lassen, indem sie der Versicherung bestätigen, dass sie während der gesamten Zeit das Fahrzeug selbst genutzt haben. Der ursprüngliche Versicherungsnehmer des Zweitwagens müsste dafür jedoch auf seinen gesamten Schadenfreiheitsrabatt verzichten. Zudem werden hier nur die Jahre anerkannt, in denen der Fahrer selbst auf den Straßen unterwegs war.
Die meisten Versicherer gewähren auch Sondereinstufungen aufgrund der Führerscheinregelung. Wenn ein Fahrer über drei Jahre im Besitz eines EU-Führerscheins ist, kann er bei vielen Assekuranzen günstiger einsteigen. Beispielsweise würde der Fahrer bei einer eigenen Erstwagenversicherung nicht wie üblich in die Schadenfreiheitsklasse 0 (ca. 240 Prozent) eingestuft, sondern erhält die Schadenfreiheitsklasse ½ (ca. 120 Prozent).
Welche Variante die individuell günstigere ist, können Sie am besten mit dem CHECK24 Vergleichsrechner ermitteln.
Eine niedrige Schadenfreiheitsklasse bedeutet jedoch nicht zwingend auch eine teure KFZ Versicherung. Fahranfänger, die ihr Auto als Erstwagen versichern wollen um schneller in eine höhere Schadenfreiheitsklasse aufzusteigen, sollten bereits beim Kauf des Fahrzeugs an die Versicherung denken. Denn oftmals lässt sich eine teure Police durch eine günstige Typklasse deutlich günstiger gestalten. Deshalb ist es empfehlenswert, einen Wagen zu kaufen, der in eine niedrige Typklasse eingestuft wird. Die höheren Kosten beim Kauf könnten langfristig durch die niedrigeren Versicherungsprämien aufgewogen werden. Mit dem Versicherungs Vergleichsrechner können Sie herausfinden, welche Variante letztlich die preiswertere ist.
Ein Vergleich der verschiedenen Anbieter einer KFZ Versicherung ist dabei eine sinnvolle Hilfe. Der unabhängige Tarifrechner erstellt auf der Basis Ihrer Fahrzeugdaten eine Liste mit den günstigsten Versicherern. So finden Sie schnell und einfach die individuell preiswertesten Angebote. Wenn Sie möchten, können Sie auch gleich online zur KFZ Versicherung Ihrer Wahl wechseln. Selbstverständlich können Sie sich auch zuvor ein schriftliches Angebot zusenden lassen.