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Telekom plant Netzausbau mit höheren Bandbreiten

München, 23.11.2012 | 15:13 | awa

Die Deutsche Telekom will im kommenden Jahr ihr DSL-Netz massiv ausbauen. Medienberichten zufolge will der Konzern seinen Kunden mit Hilfe einer neuen Technik schnellere DSL-Anschlüsse mit Bandbreiten von bis zu 100.000 Kilobit pro Sekunde zur Verfügung stellen. Mittels des sogenannten Vectoring kann die Übertragungsleistung der verwendeten Kupferkabel um ein Vielfaches erhöht werden.

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Die Telekom will ab 2013 ihr Netz ausbauen, um Kunden schnellere Internetanschlüsse anbieten zu können.

Telekom-Vorstand Niek Jan van Damme sagte, rund 24 Millionen deutsche Haushalte könnten mit Bandbreiten zwischen 50.000 und 100.000 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) versorgt werden, wenn die Telekom ihr Netzausbauprogramm wie geplant umsetzt. Vectoring versteht van Damme als Zwischenschritt im andauernden Glasfaserausbau, um gegenüber den Kabelanbietern konkurrenzfähig bleiben zu können. Diese konnten in den vergangenen drei Jahren ihren Marktanteil auf circa 15 Prozent verdreifachen - nicht zuletzt, weil sie bereits jetzt Geschwindigkeiten von bis zu 100.000 kBits/s anbieten können. Die Telekom will Vectoring auch zunächst vorrangig in den von Kabelanbietern dominierten Gebieten einsetzen.

Die Bundesnetzagentur muss dem Vorhaben des Bonner Konzerns allerdings noch zustimmen. Zudem ist eine Gesetzesänderung notwendig - Grund ist die gesetzlich verankerte Entbündelung der Teilnehmeranschlussleitung. Doch laut eines Berichts der Onlineausgabe der Zeitung Die Welt kann die Telekom keinem anderen Anbieter mehr Zugang zum Endkunden ermöglichen, wenn sie Vectoring einsetzt. Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) befürchtet deshalb eine Remonopolisierung des Netzes, sollte die Telekom die Technik einsetzen dürfen.

Van Damme dementierte den Monopol-Vorwurf. Die Telekom führe bereits Gespräche mit ihren Wettbewerbern und wolle Alternativen anbieten. Mit einem Ergebnis dieser Gespräche kann Mitte Dezember gerechnet werden, nachdem Vertreter der Telekommunikationsbranche im Rahmen eines Treffens der Bundesnetzagentur zusammengekommen sind.

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