Ratgeber Handytarife

Beinahe täglich kommen neue Sparangebote für mobiles Telefonieren auf den Markt. Doch nicht für jeden sind diese Angebote wirklich günstig, denn die wahren Kosten werden meist versteckt und erst ersichtlich, wenn man die Preislisten bzw. die umfangreichen Fußnoten genau studiert. Die unüberschaubare Vielfalt macht es dem Laien in der Regel unmöglich, sich schnell im Dschungel der Tarife, Optionen und Einschränkungen auszukennen und den für das eigene Telefonierverhalten passenden Tarif zu finden.
Der CHECK24-Tarifrechner hilft bei der Orientierung und bietet einen neutralen Vergleich zwischen den wichtigsten Anbietern. Er ermittelt die tatsächlichen Kosten der einzelnen Tarife anhand der persönlichen Handynutzung unter Berücksichtigung der realistisch zu erwartenden Kosten über die Nutzungsdauer von 24 Monaten hinweg. Die Berechnung erfolgt auf Basis tagesaktueller Information. Haben Sie sich schließlich für einen Tarif entschieden, kann dieser sofort online abgeschlossen werden. Bei Bedarf hilft Ihnen die Experten-Hotline von CHECK24 schnell und kostenfrei weiter.

Crashkurs: Tarife und Technik

Leitfaden Tarifauswahl

Realitätsnaher Vergleich: So ermittelt der CHECK24-Tarifrechner Ihren optimalen Handytarif

Crashkurs: Tarife und Technik

Netze und Verfügbarkeit

In Deutschland gibt es vier Mobilfunknetze, betrieben von T-Mobile ("D1"), Vodafone ("D2"), O2 und E-Plus. Die Netze von T-Mobile ("D1") und Vodafone ("D2") stehen in Deutschland praktisch flächendeckend zur Verfügung, während das E-Plus-Netz in ländlichen Gebieten noch Lücken aufweisen kann. Die Verfügbarkeit des O2-Netzes ist zwar besser als die von E-Plus, hat den Standard von T-Mobile und Vodafone aber noch nicht erreicht. Die vier Netze werden aber nicht nur von den Betreibern direkt, sondern auch von mehr als 50 Anbietern genutzt, die von den Netzbetreibern Gesprächsminuten und SMS kaufen, um diese unter ihrem eigenen Namen an den Kunden weiter zu verkaufen ("Reseller").

Sie sind in der Regel günstiger als der Netzbetreiber, obwohl sie dieselbe Technik nutzen. Ein Tarifwechsel zum Beispiel von T-Mobile zu congstar kann also eine Kostenersparnis, aber keine technische oder qualitative Verschlechterung bedeuten, da die Gespräche nach wie vor über dasselbe Netz geführt werden. Allerdings empfiehlt es sich, vor einem Tarifwechsel zu einem Reseller genau zu prüfen, welches Netz er benutzt und ob es am eigenen Standort verfügbar ist. Diese Frage ist insbesondere in ländlichen Gebieten relevant; Ballungsräume werden von allen Betreibern nahezu optimal versorgt.

Tarifwechsel heißt nicht Handywechsel

Aus technischer Sicht ist es in Deutschland mit jedem Handy möglich in allen vier Netzen zu telefonieren. Denn das genutzte Netz wird nicht über das Handy festgelegt, sondern wird über die SIM-Karte.
Auf dieser sind das Netz und die Telefonnummer, über die das Handy erreichbar ist, gespeichert. Bei einem Tarifwechsel erhält man vom neuen Betreiber eine neue Karte.
Achtung: SIM-Lock
Eine kleine Einschränkung gibt es allerdings: Wurde ein Handy kürzlich im Paket mit einer SIM-Karte erworben, funktioniert es zwei Jahre nur mit dieser Karte. Während dieser Zeitspanne kann die Bindung ("SIM Lock") nur gegen Zahlung von ca. 100€ aufgehoben werden. Danach ist es kostenlos.

Rufnummernmitnahme

Mit dem Abschluss eines neuen Vertrags erhält man eine neue SIM-Karte und damit eigentlich eine neue Telefonnummer. Es ist aber möglich, die ursprüngliche Rufnummer in den neuen Vertrag mitzunehmen. Allerdings können sowohl der momentane als auch künftige Anbieter hierfür eine Gebühr erheben. Diese liegt in der Größenordnung von 25€, aber maximal bei ca. 30€.
Meist wird diese nur von dem Partner erhoben, der die Nummer abgibt. Der neue Anbieter erstattet diese Gebühr in der Regel, zum Beispiel durch ein Gesprächsguthaben in gleicher Höhe, um den Wechsel kostenneutral zu halten und einen neuen Kunden zu gewinnen.

Tipp:
Die Mitnahme der Rufnummer ist an eine Reihe von Fristen geknüpft. Einen Leitfaden finden Sie in der Liste häufiger Fragen (FAQ).

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Leitfaden Tarifauswahl

Bestimmung des Nutzungsprofils

Nicht jeder "Spar"-Tarif ist für jeden Nutzer günstig. Entscheidend ist, wie die individuelle Nutzung des Handys zu den Tarifmerkmalen (Minutenpreise in die einzelnen Netze, Kosten je SMS) passt. Typische Fragen sind z.B.:

  • Wie lange telefoniert man in einem Monat insgesamt?
  • Wie lange dauert die Mehrzahl der Gespräche?
  • Werden vorwiegend Teilnehmer in Mobilfunknetzen oder im Festnetz angerufen?
  • Wie viele Kurzmitteilungen (SMS) werden verschickt?

Zur schnellen Einordnung des Telefonierverhaltens haben sich folgende Standardtypen bewährt: Wenigtelefonierer, Normaltelefonierer und Vieltelefonierer.
Diese bilden auch bei CHECK24 den Ausgangspunkt des Tarifvergleichs. Darüber hinaus erlaubt der CHECK24-Rechner auch individuelle Anpassungen aller Details, zum Beispiel für den Fall, dass man überwiegend in ein bestimmtes Netz telefoniert.

Welcher Tariftyp passt zu mir? Vertrags- vs. Guthaben-/Prepaidtarif

Es gibt zwei Typen von Handytarifen:

  • Vertragstarife
    Die Gesprächskosten werden abgerechnet, nachdem man telefoniert hat (deshalb auch "post-paid"). Gezahlt wird nach Erhalt einer monatlichen Rechnung.
  • Prepaidtarife
    Die Gespräche werden im Voraus bezahlt, indem man ein Guthaben auf seine Handykarte lädt und dieses abtelefoniert. Weit verbreitet ist die Aufladung über Internet mit Bezahlung per Kreditkarte oder Überweisung. Teilweise kann das Guthaben auch über Geldautomaten oder bei Supermärkten bzw. Tankstellen aufgeladen und üblicherweise ca. 12 Monate ab der letzten Aufladung genutzt werden. Jede Aufladung verlängert die Kartengültigkeit. Nach Ablauf der Gültigkeit kann der Anbieter die Nummer stilllegen. Das verbleibende Guthaben muss er erstatten.

Wesentliche Merkmale von Prepaidtarifen sind günstige Minutenpreise sowie eingeschränkte Optionen. Der Minutenpreis ist in der Regel in alle Netze einheitlich, nur die Gespräche zwischen Handys, die Karten desselben Anbieters nutzen, sind teilweise noch günstiger. Die Tarife sind ohne Handy (Discounter wie FONIC, maxxim, solomo) bzw. im Paket mit einfachen Handys (v.a. bei Netzbetreibern T-mobile, Vodafone, etc.) erhältlich. Sie bieten eine optimale Kostenkontrolle. Ist das Guthaben aufgebraucht, können keine Anrufe mehr getätigt werden. Die Annahme von Anrufen ist jedoch auch ohne Guthaben möglich.

Diese Einschränkung existiert nicht für Vertragstarife, hier werden die Gesprächskosten monatlich nachträglich abgerechnet ("post-paid"). Vertragstarife bestehen aus einem festen Betrag je Monat (Grundgebühr) und gesprächsabhängigen Kosten. Die Minutenpreise sind teilweise höher als bei Prepaidtarifen. Allerdings können auch Optionen gebucht werden, die zum Beispiel beliebig langes Telefonieren ins Festnetz zum Pauschalpreis ermöglichen oder Telefonate zu einer definierbaren Gruppe von Personen vergünstigen. Bei einigen Tarifen ist eine gewisse Anzahl von Gesprächsminuten bereits in der Grundgebühr enthalten. Handys, die zusammen mit Vertragstarifen gekauft werden, kosten üblicherweise nur einen Bruchteil des Listenpreises oder werden kostenlos abgegeben. Ein Teil der Grundgebühr subventioniert das Gerät. Damit das Gerät sicher abbezahlt wird, haben die Verträge eine Mindestlaufzeit, üblicherweise 24 Monate.

  Prepaid Vertrag
Tariftyp eignet sich für Wenig-/Normaltelefonierer
(Gesprächsdauer bis 60min/Monat), die keine Internetdienste auf dem Handy nutzen; Personen mit vorhandenem Handy bzw. geringen Ansprüche an Funktionsvielfalt
Vieltelefonierer;
Nutzer mobiler Datendienste; Personen, die Wert auf neueste Handymodelle legen
Vertragslaufzeit Keine üblicherweise 24 Monate
Grundgebühr Keine ca. 10 bis 40€
Tarif Einfaches Modell: Einheitlicher Minutenpreis rund um die Uhr in alle Netze; vergünstigte anbieterinterne Gespräche; teilweise Pauschalpreis für Gespräche ins Festnetz Unterschiedliche Minutenpreise je nach Ziel und Zeit; gewisse Anzahl von Minuten bereits in Grundgebühr enthalten; Pauschalen für bestimmte Gespräche (ins Festnetz, zu einer bestimmten Gruppe von Personen, ins Ausland etc.) begrenzen maximale Kosten;
Taktung Meist 60/60 (Abrechnung je angefangene Minute) 60/10, 60/1 (erste Minute voll, danach in 10s- bzw. 1s- Intervallen; selten 60/60)
Rufnummer behalten Nicht immer möglich Möglich
Handypakete Vorwiegend einfache Geräte bzw. ältere Modelle. Sehr geringe/keine Ersparnis zu freiem Verkauf. Sämtliche Arten von Handys, insbesondere neueste Geräte. Geräte stark vergünstigt, bzw. zu symbolischem Preis erhältlich.
Zahlungsweise Im Voraus durch Kauf von Guthabenkarten bei Supermärkten/Tankstellen; Guthabenaufladung per Kreditkarte im Internet oder Überweisung Monatliche Abrechnung der geführten Gespräche und Bezahlung des Rechnungsbetrages per Bankeinzug
Kostenkontrolle Volle Kontrolle - ohne Guthaben keine Nutzung Keine Nutzungsbegrenzung. Entstandene Gebühren werden am Monatsende eingezogen.
Komfort Vor der Nutzung Aufladung nötig; teilweise automatische Aufladung möglich bei Unterschreiten eines Guthabenbetrags Keine Aufladung nötig, Handy kann jederzeit genutzt werden

Generell ist die Tariflandschaft von extrem schnellem Wandel und großer Kreativität geprägt. Vertrags- und Prepaidtarife lassen sich nicht mehr klar voneinander trennen, da Elemente des jeweils anderen Tariftyps übernehmen. Pauschalen ("Flatrates") ins Festnetz gibt es z.B. auch bei einigen Prepaidtarifen.

In der Praxis sind Prepaidtarife für Nutzer interessant, die in kleinem/normalem Umfang telefonieren und mit einem einfachen Handy zufrieden sind bzw. ein vorhandenes Gerät weiterbenutzen. Vieltelefonierer fahren mit Vertragstarifen besser, zudem können attraktive Handys günstig erworben werden.

Welchen Anbieter wählen?

Da Gespräche innerhalb desselben Netzes oder Anbieters meist preisgünstiger sind, sollte der Anbieter so gewählt werden, dass die meiste Gesprächszeit mit Kunden desselben Anbieters oder zumindest im selben Netz anfällt. Natürlich sollte das Netz an den Orten verfügbar sein, an denen das Handy genutzt wird.

Tücken der Taktung

Ein günstiger Minutenpreis ist nicht gleichbedeutend mit einem günstigen Gesprächspreis. Gespräche werden in der Regel nämlich nicht sekundengenau abgerechnet, sondern man bezahlt mehr Zeit als man nutzt. Die von den Anbietern in die Tarife eingebaute Taktung verlängert die abgerechnete Zeit, indem zum Beispiel nach angefangenen Minuten (60/60-Takt) abgerechnet wird. Für ein Gespräch mit der Dauer von 61 Sekunden bezahlt man dann zum Beispiel den Preis für zwei Minuten.
Auch wenn man den Gesprächspartner nicht erreicht und die Mailbox antwortet, wird eine volle Minute abgerechnet, ohne dass man eine Nachricht hinterlässt. Ein vermeintlich günstiger Tarif kann auf diese Weise recht teuer werden. Andere Taktungen sind 60/10 (erste Minute voll, danach in 10s-Intervallen) oder 60/1 (erste Minute voll, danach sekundengenau). Diese findet man oft bei Vertragstarifen, im Prepaid-Bereich sind sie dagegen selten.

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Realitätsnaher Vergleich: So ermittelt der CHECK24-Tarifrechner Ihren optimalen Handytarif

Aufgrund der vielen unterschiedlichen Optionen und des individuellen Nutzerverhaltens ist es nicht möglich, "den" günstigsten Handytarif zu bestimmen.
Das objektivste Kriterium für eine Aussage, wie günstig ein Tarif für einen bestimmten Nutzer ist, sind die monatlich zu erwartenden Durchschnittskosten bei einem angegebenen Nutzerverhalten.
Daher ist das individuelle Nutzungsprofil Ausgangspunkt für jede Kostenberechnung . Es spiegelt die durchschnittliche Nutzung je Monat wieder. Für den Vergleich kann entweder ein vordefiniertes Profil verwendet oder ein individuelles erstellt werden. Die nötigen Daten zur Eingabe können der Telefonrechnung direkt entnommen werden.

Ein wichtiger Aspekt einer realistischen Kostendarstellung ist die Berücksichtigung der Taktung der Gesprächskosten. Die im Tarif festgelegte Taktung (z.B. 60/60) bewirkt nämlich, dass mehr Minuten abgerechnet werden als genutzt wurden. Die Schätzung des Mehraufwands geschieht im CHECK24-Rechner automatisch anhand eines mathematischen Modells. Dieses Vorgehen bewirkt eine realistische Berechnung des Vergleichsergebnisses und vermeidet zum Beispiel Enttäuschungen durch die (teure) Überschreitung eines gebuchten Minutenpakets.

Darauf aufbauend werden durch den CHECK24-Rechner für jeden gespeicherten Tarif auf Basis tagesaktueller Daten die monatlich zu erwartenden Gesprächskosten berechnet. Die jeweiligen Tarife werden mit allen bekannten Optionen (Flatrates, etc.) durchgespielt.
Um Guthaben- und Vertragstarife vergleichen zu können, werden die nutzungsabhängigen Preise für Telefonate und Kurzmitteilungen auf zwei Jahre hochgerechnet, bevor einmalige Kosten und Gutschriften verrechnet werden (Versandkosten, Startguthaben, etc.). Die Gesamtsumme wird schließlich durch 24 geteilt, um den effektiven monatlichen Durchschnittspreis zu erhalten. Die Preisberechnung erfolgt transparent und kann detailliert aus der Übersicht nachvollzogen werden.

Die Reihenfolge der Tarife in der Ergebnisübersicht basiert allein auf den monatlichen Durchschnittskosten. CHECK24 achtet strikt auf objektive Vergleichbarkeit der einzelnen Varianten.

  monatliche Kosten      
  Grungebühr 9,95 € 9,95 € x 24 = 238,80 €
+ Kosten für Gespräche, SMSen, etc. 14,81 € 14,81 € x 24 = 355,44 €
  einmalige Kosten      
+ Freischaltungskosten     24,95 €
- Aktion: keine Freischaltungskosten     24,95 €
- Startguthaben     100,- €
+ Versandkosten     9,95 €
      Gesamtkosten 590,49 €
  Entspricht je Monat (590,49 € / 24 Monate) 24,60 €

Auch andere wichtige, aber jedoch nicht unmittelbar preisrelevante Kriterien wie Netzabdeckung oder Rufnummernmitnahme können im Vergleich berücksichtigt werden. Der Wunschtarif kann dann sofort online abgeschlossen werden.
Für weitergehende Fragen stehen Ihnen unsere Experten gerne zur Verfügung.

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